Arbeitsgemeinschaft Maulwurf

Programm 2019

 

 

Olli hat für
jeden etwas
dabei

 

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Schwarzer Raucher im Manus Becken,  West-Pazifik

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Tiefseeschnecken, Garnelen und Fische auf Schwarzem Raucher, Manus Becken

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Schwarzer Raucher "Big Papi" mit kräftigem Ausstoß von heißen, metallhaltigen Lösungen,  Fenway Complex, Manus Becken, 2011

 

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Seltsam geformte Schlote der Schwarzen Raucher,  Solwara 7, Manus-Becken, 2011
 

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Röhrenwürmer (Riftia pachyptila) Galapagos Rift Expedition 2011
NOAA Okeanos Explorer Program


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Eine Tiefseeschnecke in ihrem natürlichen Umfeld   auf einem Schwarzen Raucher, Manus Becken
  

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In unmittelbarer Nähe der austretenden Erzlösung halten sich die Tiere auf. Hier sind es zahlreiche Krabben und Fische (Thermarces cerberus), die "vent worm" genannt werden. Es handelt sich um Strahlenflosser, deren Vorfahren schon vor 400 Mio Jahren lebten. Sie werden um die 20 cm lang. Manus Becken


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Fisch, Krabbe und Garnelen haben sich einen schönen Platz mit Aussicht am Schwarzen Raucher ausgesucht. Manus Becken 

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Tiefseeschnecken auf Schloten der Raucher, Snow Cap, North Su Vulkan, Manus Becken, 2011

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Schwarze Raucher in 2980 m Tiefe, Mittelatlantischer Rücken, 2015


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Schnecken und Muscheln, Manus Becken, 2011

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Elementarer Schwefel und Blasen flüssigen Kohlendioxids strömen aus dem Meeresboden. Es bauen sich sogenannte Schwefelkerzen auf. Dieses Feld verläuft in einer Spalte entlang der Flanke des North Su Vulkans, Manus Becken, 2011

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Eine Reihe von "Schwefelkerzen" (Mitte hinten) und aufsteigende Blasen von flüssigem Kohlendioxid. Im Vordergrund hangabwärts gelaufener elementarer Schwefel. Spalte entlang der Flanke des North Su Vulkans, Manus Becken, 2011

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IGT (Isobaric Gas-Tight) Sampler. Mit ihm können Flüssigkeitsproben unter Umgebungsdruck (250 bar) entnommen und druckdicht nach oben geholt werden. Hydrothermalfeld Wienerwald, Bismarcksee

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Kandelabra, ein bizarrer Schwarzer Raucher im Logatchev Hydrothermalfeld, Mittelatlantischer Rücken 




 

Die Arbeitsgemeinschaft Maulwurf und die etwa 40 Aussteller, meist selbst Sammler, freuen sich, Sie wieder in der gemütlichen Atmosphäre des Kulturzentrums begrüßen zu dürfen. Es erwartet Sie eine vielfältige Auswahl an Mineralien und Fossilien aus der ganzen Welt. Aber auch heimische Funde vom Sauerland bis zum Ruhrgebiet werden angeboten. Es gibt praktisches Zubehör für die eigene Sammlung. Edler, handgefertigter Designerschmuck rundet das Angebot ab.

Zurück in die Steinzeit

Für Kinder geht es ab in die Steinzeit: Schon damals haben sich die Menschen aus verschiedenen Gründen "angemalt". Dafür verwendeten sie Materialien aus der Natur. Eberhard Klein stellt einige dieser "Naturfarben" vor und wird mit den Kindern kleine Steinzeitkunstwerke herstellen, die sie mit nach Hause nehmen können.

Gönnen Sie sich eine Pause in unserem Sammlercafé.

Den Erlös der Börse spenden die Maulwürfe wie immer an den Förderverein Wendepunkt, Arnsberg.

Glückauf!  


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Sonderschau und Kurzfilm

Schwarze Raucher Die Reise in die Tiefsee

Die diesjährige Ausstellung entführt uns in eine Welt ewiger Dunkelheit - eine Welt, die ihre Geheimnisse nur im Scheinwerferlicht eines Tauchbootes preisgibt und uns ehrfürchtig staunen lässt! Gehen Sie mit uns auf eine abenteuerliche Reise in die Tiefsee.

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Das deutsche Forschungsschiff Sonne unternahm 1989 und 1990 zwei mehrmonatige Forschungsfahrten in den Pazifik zur Untersuchung ozeanischer Erzlagerstätten. Der Name des Forschungsprojektes OLGA steht für Ozeanische Lagerstätten: Geologisch-Mineralogische Analyse (klingt kompliziert, ist es auch). Folgen Sie dem damaligen Fahrtleiter Werner Tufar zu den aktiven Plattengrenzen unserer Erde im Pazifischen Feuerring. Sehen Sie auf Großleinwand, wie die Crew vor Papua Neuguinea in 2500 m Wassertiefe ein aktives Hydrothermalfeld entdeckt.

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Begleiten Sie Werner Tufar auf eine 16-stündige Tauchfahrt mit dem sowjetischen Tiefseetauchboot MIR 1. Am 6. Juni 1990 ist es soweit. Der Wissenschaftler, der sowjetische Pilot und sein Co-Pilot dringen in eine für sie unbekannte Welt vor. In 2500 m Tiefe beträgt die Temperatur des Wassers 2-3° Celsius, und es herrscht völlige Dunkelheit. Im Scheinwerferlicht ihres Tauchbootes können sie erstmals mit eigenen Augen aktive Schwarze Raucher beobachten. Für die drei Männer ist das wie die erste Mondlandung. Doch im Gegensatz zum Mond tummeln sich auf den Rauchern und in deren Umgebung zahlreiche Lebewesen!

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Erfahren Sie, wie an Spreizungszonen auseinanderdriftender Kontinentalplatten bis zu 400° Celsius heißes, metallreiches Wasser in kurzer Zeit bis zu 30 m hohe Erzschlote aus Eisen, Zink und Kupfer, sowie teils beträchtlichen Goldgehalten aufbaut – die Schwarzen Raucher. Hier entstehen Erzlagerstätten direkt "vor unseren Augen". In nur 3 bis 6 Wochen kann dabei 1 Tonne Metallerz ausgefällt werden!

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Staunen Sie über die unerwartet artenreiche Vielfalt höheren Lebens auf ihrer Oberfläche, wie Schnecken, Muscheln, Krabben, Fische, Röhrenwürmer und andere. Es ist ein Ökosystem zahlreicher Spezialisten in extremer Umgebung.

Wussten Sie, dass in nächster Zeit genau hier der erste industrielle Meeresbergbau stattfinden wird – mit unbekannten Auswirkungen für das Leben der Tiefsee?

Nehmen Sie die Frage mit: “Sollte der Mensch auf dem Boden der Tiefsee Bergbau treiben?!“

Die Ausstellung zeigt Teile dieser Schwarzen Raucher und einige ihrer Lebewesen. Der Kurzfilm enthält die originalen Schwarz-Weiß Filmaufnahmen der Tauchfahrt. Im Kontrast dazu stehen die hochauflösenden Aufnahmen der modernen Tiefseeforschung.

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Das deutsche Forschungsschiff Sonne auf hoher See

Foto Archiv W. Tufar

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Die FS Sonne am Anleger von Rabaul,  Neubritannien, 1990
Foto W. Tufar


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Karte der Forschungsgebiete der FS Sonne. OLGA 1 1989 am Ostpazifischen Rücken (Osterinsel) und OLGA 2 1990 Bismarcksee (Papua Neuguinea)
Grafik W. Tufar

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Immer wieder spannend: Der Kameragreifer mit der Probe eines Schwarzen Rauchers wird an Bord geholt
Foto W. Tufar

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Jetzt gilt es, vorsichtig zu rangieren, damit das gute Stück beim Ablegen nicht zerbricht!

Foto W. Tufar

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Das Stück des Rauchers stammt aus einem Hydrothermalfeld am Ostpazifischen Rücken, Nähe Osterinsel, Projekt OLGA 1, 1989
Foto W. Tufar

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Pillow Lava, bei der Bergung zerbrochen. Sie stammt aus dem Hydrothermalfeld "Wienerwald", so benannt von Werner Tufar als Referenz an seine österreichische Heimat. Es war das Forschungsprojekt OLGA 2, 1990 in der Bismarcksee vor Papua Neuguinea
Foto W. Tufar

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Das sowjetische Forschungsschiff Akademik Mstislav Keldysh mit den beiden Tiefseetauchbooten MIR 1 und MIR 2 an Bord
Foto W. Tufar


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Der große Moment ist da! Das Tauchboot MIR 1, mit Werner Tufar und den beiden russischen Piloten an Bord, wird zu Wasser gelassen. Das Abenteuer Tiefsee kann beginnen!
Foto Archiv W. Tufar

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Der Co-Pilot schaut auf seine Instrumente - alles ok.
Foto W. Tufar

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Der Pilot ist angespannt. Das Manövrieren zwischen den Schwarzen Rauchern verlangt volle Konzentration!
Foto W. Tufar

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Ein Schwarzer Raucher, besetzt mit zahllosen Tieren! Festgehalten von Werner Tufar mit seiner Kamera. Was für ein unvergesslicher Anblick!
Foto W. Tufar

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Teil eines schwarzen Rauchers, Höhe 70 cm, OLGA 2, Manus Becken, Papua Neuguinea
Foto G. Penkert

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Schlote Schwarzer Raucher auf Pillowlava (am Meeresgrund ausgetretene Basaltlava). Es ist auch eine weiße Tiefseekrabbe zu sehen. Hydrothermalfeld Wienerwald. Ostpazifischer Rücken, Osterinsel, 2006

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Teil eines Schwarzen Rauchers, Höhe 50 cm, OLGA 1, Ostpazifischer Rücken, Osterinsel
Foto G. Penkert


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